dpa

Heftige Unwetter verwüsten Schweiz und Norditalien

22.6.2019 12:11 Uhr

Am Freitag kam es in der Schweiz und in Norditalien zu heftigen Unwettern, die zu Überschwemmungen und schweren Verwüstungen geführt haben.

Im Schweizer Kanton Neuenburg trat ein Bach zwischen Dombresson und Villiers im Kanton Neuenburg über die Ufer und trug Dutzende Autos davon. Mehrere Menschen waren in ihren Auto gefangen und mussten aus den im Bachbett liegenden Fahrzeugen geborgen werden.

Nach Angaben der Polizei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. In Dombresson standen die Straßen mehr als einen Meter unter Wasser, wie Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix am Samstag der Schweizer Nachrichtenagentur sda sagte. Auf einem Video war zu sehen, wie sich die wilden Wassermassen ihren Weg durch zahlreiche Ortschaften bahnten.

Warnung vor tief gelegenen Räumen

Tiefgaragen und Keller wurden überflutet, Böschungen rutschten ab, eine Straße wurde beschädigt. Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in tief gelegene Räume zu begeben. Überschwemmte Straßen sollten keinesfalls befahren werden. Zwischen 22 Uhr und 3.45 Uhr gingen mehr als 560 Notrufe allein aus dem Val-de-Ruz bei der Kantonspolizei Neuenburg ein, wie das Portal "20Minuten" berichtete.

Das Portal berichtete zudem, dass am Samstagmorgen zwei Hubschrauber im Einsatz waren, um möglicherweise vermisste Personen zu suchen und Menschen zu bergen, die aufgrund der Fluten in ihren Häusern festsaßen. Laut Meteo Schweiz war in der Region um Dombresson am Samstag nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.

Hagel und Starkregen in Turin

Im italienischen Turin gingen am Freitagabend Hagel und Starkregen nieder. Auf Videos war unter anderem zu sehen, wie sich ein weißer Strom aus Hagel und Wasser eine Straße hinunter schiebt. Am Samstag traf es dann Mailand: Straßen standen nach starken Gewittern unter Wasser, berichteten italienische Medien. In Süditalien sollte es hingegen laut dem Wetterdienst 3b Meteo bis zu 40 Grad heiß werden.

Der Bauernverband Coldiretti teilte mit, dass es in diesem Jahr bereits 124 Mal zu starkem Hagel gekommen sei. Das seien 88 Prozent mehr Fälle als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

(be/dpa)

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