afp

Heftige Proteste mit mehr als 50 Festnahmen

16.10.2019 14:28 Uhr

Nach den harten Urteilen gegen katalonische Separatistenführer kommt die Region nicht zur Ruhe. Nach heftigen Protesten wurden in der Nacht zu Mittwoch 51 Menschen festgenommen, wie das spanische Innenministerium mitteilte.

In der Provinz Barcelona seien 29 Menschen festgenommen worden, 14 im Hafen von Tarragona und acht in Lleida.

Zehntausende protestieren in Katalonien

Zehntausende Katalanen hatten am Dienstagabend in zahlreichen Städten mit Straßenblockaden gegen die Verurteilung von Anführern der Unabhängigkeitsbewegung zu hohen Haftstrafen protestiert. In Barcelona nahmen daran etwa 40.000 Demonstranten teil, in Girona waren es etwa 9000.Die Proteste mündeten in Zusammenstößen zwischen Polizisten und Kundgebungsteilnehmern. In Barcelona gingen die Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken gegen hunderte vermummte Aktivisten vor. Diese schleuderten Wurfgeschosse auf die Polizisten und setzten Müllcontainer in Brand. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums wurden 72 Polizisten verletzt. Einige hätten Knochenbrüche erlitten.

Auch am Mittwoch Proteste

Die Proteste gingen am Mittwochvormittag zunächst weiter. Ein Hochgeschwindigkeitszug wurde nach Angaben der Madrider Regierung blockiert. In Barcelona waren mehrere Straßen wegen Reinigungsarbeiten nach den nächtlichen Krawallen gesperrt. Bereits am Montag war es zu teils gewaltsamen Protesten und Blockaden rund um den Flughafen von Barcelona gekommen. Auslöser war das Urteil von Spaniens Oberstem Gerichtshof gegen neun prominente katalanische Unabhängigkeitsbefürworter. Diese erhielten Haftstrafen von bis zu 13 Jahren wegen "Aufruhrs" und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben.

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.