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Haus von Drogenboss Pablo Escobar wird gesprengt

21.2.2019 20:35 Uhr

Es war das letzte Domizil des Drogenbosses. Pablo Escobars Haus in der kolumbianischen Millionenstadt Medellin wird morgen gesprengt. Auf dem Gelände soll im Anschluss ein Andenken zu Ehren seiner zahlreichen Opfer gebaut werden.

Eine Instandsetzung des ehemaligen Luxus-Domizils würde elf Millionen Dollar (9,7 Millionen Euro) kosten. Stattdessen will die Stadtverwaltung etwa zweieinhalb Millionen Dollar ausgeben, um anstelle des Hauses einen 5000 Quadratmeter großen öffentlichen Park zu Ehren der zehntausenden Opfer von Escobar und seinem Drogenkartell zu errichten.

"Monaco" wird es in Medellin nicht mehr geben

Escobar wurde im Dezember 1993 im Alter von 44 Jahren von einer kolumbianischen Spezialeinheit auf dem Dach eines Wohnhauses in Medellin erschossen. Zuletzt hatte der Kriminelle, der jahrelang auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen weltweit stand, in dem schicken Viertel El Poblado gewohnt. Das weiße bunkerähnliche Gebäude mit dem Namen Monaco trägt noch die Spuren eines Autobombenanschlags des mit Escobar verfeindeten Cali-Kartells im Jahr 1988 und verfällt zusehends.

(sis/afp)