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Haus von Cem Özdemir mit Stein beworfen

17.12.2019 17:54 Uhr

Auf das Wohnhaus des früheren Grünen-Parteichefs Cem Özdemir in Berlin-Kreuzberg ist ein Angriff mit einem Stein verübt worden. Ein Bild, das der Exchef der Grünen über seinen Social-Media-Account auf Twitter teilte, zeigt die zersplitterte Haustüre. Die Polizei vermutet keinen direkten politischen Hintergrund hinter dem Steinwurf. Darum sei auch der Staatsschutz nicht in die Ermittlungen involviert.

Die Polizei geht aber nach Angaben eines Sprechers vom Dienstag zurzeit nicht von einem politischen Hintergrund aus. Da es keine Hinweise darauf gebe, habe nicht der für entsprechende Taten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen, sagte der Sprecher. Der "Tagesspiegel" hatte zuerst darüber berichtet.

Özdemir sagte, er würde nicht verstummen

Eine Nachbarin entdeckte die beschädigte Scheibe bereits am vergangenen Freitag, wie ein Polizeisprecher sagte. Özdemir (53), der für die Grünen im Bundestag sitzt, zeigte die Tat am Montag an. Am Montagabend twitterte er das Foto und schrieb: "Die Botschaft galt wohl mir. Und jetzt? Verstummen? Ich werde weiterhin und überall dort lautstark meine Stimme erheben, wo andere Stimmen verstummen sollen. "Wer nichts waget, der darf nichts hoffen", wusste schon unser Schiller."

Anfang November hatten Özdemir und seine Parteikollegin Claudia Roth Morddrohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten erhalten. Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, reagierte auf Özdemirs Tweet und schrieb: "Lieber Cem. Wir haben noch viel zu tun. Alles Liebe Deiner Familie!" Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) schrieb auf Twitter: "Ich finde es stark, dass Du darüber sprichst und weiter machst. Aber genau so muss es sein: keinen Millimeter den Hetzern, Hatern, Faschisten, Nazis, Extremisten und allen Antidemokraten."

(ce/dpa)

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