Stefan Puchner/dpa

Hauptverdächtiger des Augsburger Tötungsdelikts gefasst

8.12.2019 15:15 Uhr

Der Fall des getöteten Feuerwehrmannes in Augsburger bewegt die Gemüter in Deutschland. Nun scheint der Polizei ein schneller Fahndungserfolg gelungen zu sein und es wird gemeldet, man habe den mutmaßlichen Haupttäter festsetzen können.

Im Fall des Aufsehen erregenden Tötungsdelikts von Augsburg hat es eine Festnahme gegeben. Der Haupttäter sei ermittelt und festgenommen worden, teilte das bayerische Innenministerium am Sonntag mit.

17-jähriger Haupfverdächtiger in Haft

Nach der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann in Augsburg hat die Polizei den Hauptverdächtigen festgenommen. Auch einen mutmaßlichen Mittäter nahmen die Ermittler fest, wie das bayerische Innenministerium am Sonntag in München mitteilte. Der in Augsburg geborene 17-jährige Hauptverdächtige mit deutscher und weiteren Staatsangehörigkeiten - es ist von einer libensischen und türkischen Staatsangehörigkeit die Rede - wurde laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf Videoaufnahmen vom Tatort am Augsburger Königsplatz identifiziert.

Herrmann zufolge zeigen die Videoaufzeichnungen den Angriff auf den 49-jährigen Mann aus verschiedenen Perspektiven, so dass die Ermittler den Haupttäter, von dem der tödliche Schlag ausging, erfolgreich identifizieren konnten.

Zweite festgenommene Person aus Augsburg mit italienischem Pass

Der zweite Festgenommene ist den Angaben zufolge ebenfalls in Augsburg geboren, 17 Jahre alt und hat dem Vernehmen nach einen italienischen Pass. Welche Nationalitöten die anderen Verdächtigen haben, ist bisher nicht bekannt. Der Tod des 49-Jährigen am späten Freitagabend löste in Augsburg Trauer und Entsetzen aus. Das spätere Opfer war mit seiner Ehefrau und einem befreundeten Ehepaar vom Christkindlesmarkt gekommen und dann am Königsplatz mit einer siebenköpfigen Gruppe in Streit geraten. Nach einem Schlag gegen den Kopf stürzte der Feuerwehrmann zu Boden und starb rund 40 Minuten nach dem Schlag im Notarztwagen am Tatort. Der 50-jährige Begleiter des Opfers wurde ebenfalls von mindestens einem der Männer aus der Gruppe geschlagen und dabei massiv im Gesicht verletzt.

Mittlerweile wurden insgesamt sechs Tatverdächtige festgenommen. Einer der Tatverdächtigen stellte sich selbst und kam in Begleitung eines Anwaltes ins Polizeipräsidium, um dort vorläufig festgesetzt zu werden. Strafmildernd hätte es sich am Ende sicher ausgewirkt, wenn nicht erst der erhöhte Fahndungsdruck dazu geführt hätte, bei der Polizei vorstellig zu werden, sondern wenn sich gerade die mutmaßlichen Haupttäter unverzüglich nach der Tat bei der Polizei gemeldet hätten.

Für den Montag, 09. Dezember 2019, wurde ab 14.30 Uhr eine Pressekonferenz der Polizei und der Staatsanwaltschaft angekündigt, um die Öffentlichkeit über die weiteren Erkenntnisse zu unterrichten.

Zuletzt aktualisiert : 8.12.2019, 20:16:15

(ce/dpa/afp)

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