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Hatayspor erkämpft sich mit zwei Spielern weniger Remis bei Fenerbahce

21.9.2020 21:20 Uhr, von Chris Ehrhardt

Für Fenerbahce ging es in Kadiköy darum, mit einem Sieg gegen Aufsteiger Hatayspor zum Konkurrenten Galatasaray aufzuschließen, der nach dem Sieg über Meister Basaksehir an der Tabellenspitze steht. Mit ausreichend Toren hätte es sogar gereicht, am Erzrivalen vorbeizuziehen. Hätte, hätte – denn Hatay erkämpfte gegen die Kanarienvögel mit zwei Spielern weniger auf dem Feld ein torloses Remis. Damit kann Fener nicht zum Rekordmeister aufschließen und braucht für das Istanbul-Derby am Sonntag gegen die Löwen dringend einen Plan B.

Die Geschichte der ersten Hälfte ist im Grunde schnell erzählt. Fenerbahce war bemüht, Konstruktives auf den Platz zu bringen, Hatayspor war aber deutlich erkennbar defensiv aufgestellt und am Abwehrbollwerk rannten sich die Kanarienvögel wieder und wieder fest. Es fehlte aber auch die zündende Idee, die Initialzündung, um mit einem genialen Pass die Hintermannschaft von Hatay zu knacken. So ging es torlos in die Kabinen.

Hatayspor verteidigt ein torloses Remis mit zwei Feldspielern weniger auf dem Platz

Die zweiten 45 Minuten waren zu Beginn ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Hatay hinten sicher, Fenerbahce bemüht, aber zu ideenlos, gegen eine massive Abwehr zu operieren. Da muss Trainer Erol Bulut aus Bad Schwalbach ganz dringend mit seinem Team in die Taktikschulung, um dicht stehende Abwehrriegel zu knacken. In der 69. Minute gab es dann doch die erste Aufregung, denn Gökhan Gönül, Senior und Neuzugang vom Ortsrivalen Besiktas, traf mit einem Kopfball den Pfosten – da musste Hatayspor tief durchschnaufen. Den nächsten Aufreger gab es in der 73. Minute und den produzierte Schiedsrichter Ümit Öztürk, denn er stellte Ruben Ribeiro mit der zweiten Gelben vom Feld. Doch auch die Überzahl half Fenerbahce nicht wirklich.


In der 81. Minute erwischte es dann Isaac Sackey von Hatayspor mit der zweiten Gelben und auch er musste unter die Dusche. Mit zwei Feldspielern weniger auf dem Feld warf sich der Aufsteiger nun in jeden Angriffsball der Kanarien und schaffte tatsächlich die Sensation: Mit zwei Spielern weniger in Kadiköy ein 0:0 bis zum Abpfiff halten. Das nötigt einem Zuschauer schon Respekt ab. Beim Duell der Giganten am kommenden Sonntag – dem Istanbul-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce – müssen sich die Blau-Gelben eine Menge einfallen lassen.


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