epa/HAYOUNG JEON

Hat sich der AfD-Politiker Magnitz eher durch den Sturz verletzt?

16.1.2019 17:27 Uhr

Bei einem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz am 7. Januar 2019 hat dieser schwere Verletzungen davon getragen, insbesondere am Kopf. Diese seien jedoch nicht unbedingt auf Schläge, sondern auf den Sturz des Politikers zurückzuführen, so ein Gutachten.

Die schweren Kopfverletzungen des Bremer AfD-Politikers Frank Magnitz sind nach einem Gutachten eher auf einen Sturz als auf Schläge zurückzuführen. Die Wunde an der Stirn könnte zwar auch durch Schläge mit einem kantigen Gegenstand entstanden sein, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Die Stelle, an der sich die Wunde befinde, spreche aber eher für einen Sturz. Das gelte auch für die flächigen Hautschürfungen.

War es ein Mordversuch?

Zuerst hatte "Spiegel Online" über das Gutachten berichtet, für das ein Rechtsmediziner den 66-Jährigen am Tag des Angriffs untersucht, den Tatort besichtigt und das Video vom Überfall analysiert hatte. Unbekannte hatten den Bremer AfD-Chef und Bundestagsabgeordneten am 7. Januar angegriffen und schwer verletzt. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie drei Männer Magnitz an jenem Abend verfolgen. Einer von ihnen schlägt ihn von hinten, der Politiker stürzt zu Boden.

Die AfD hatte kurz nach der Attacke davon gesprochen, dass die Täter Magnitz mit einem Kantholz niedergeschlagen und mit Füßen gegen den Kopf getreten hatten. Die Partei wertet den Angriff als Mordversuch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das Überwachungsvideo zeigt nach Angaben von Passade auch, dass Magnitz kurz nach der Tat ansprechbar war und sich von einem Handwerkern mit seinem Handy fotografieren ließ. Der Mann und ein Kollege hatten den Verletzten gefunden und den Notruf gewählt.

(sis/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.