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Hat Maradona von Mexiko die Nase voll?

6.4.2019 11:44 Uhr

Diego Maradona gilt seit Jahrzehnten als das Enfant terrible des Fußballs. Das stellt der ehemalige Weltmeister gerade in Mexiko erneut unter Beweis. Zuerst griff er die USA an und nun verabschiedet er sich wohl aus der zweiten mexikanischen Liga, weil die Schiedsrichter ihn nicht mögen.

Der frühere argentinische Weltstar Diego Maradona hat seinen Abschied als Trainer beim mexikanischen Fußball-Zweitligisten Dorados de Sinaloa angedeutet. Er werde noch bleiben, bis die Saison beendet sei, "vielleicht verlasse ich dann Dorados", sagte der Weltmeister von 1986 nach dem 1:1 im Ligaspiel gegen den FC Venados: "Es tut mir leid, aber das ist meine Entscheidung. Es gibt kein Weg zurück."

Maradona auf Konfrontationskurs mit den USA

Maradona betonte, sein Team werde wegen seiner Person von den Schiedsrichtern benachteiligt. Dies sei "eindeutig". "Die schuldige Person spielt nicht auf dem Feld, sondern sitzt auf der Bank. Und das bin ich", sagte der 58-Jährige. Im vergangenen Jahr hatte Maradona den Posten übernommen, war in seiner ersten Saison aber kurz vor dem Aufstieg gescheitert. Derzeit liegt das Team auf Platz drei der Tabelle.

Derzeit laufen Ermittlungen gegen den Argentinier. Maradona hatte am vergangenen Sonntag den Ligasieg dem linksnationalistischen Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro, gewidmet und sich abfällig über die USA geäußert. Der mexikanische Fußball-Verband Femexfut leitete umgehend Ermittlungen ein, weil Maradona womöglich gegen den Ethik-Code verstoßen habe. Maduro liefert sich in Venezuela einen erbitterten Machtkampf mit dem selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido. Dieser wird unter anderem von den USA unterstützt.

(ce/afp)

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