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Handelsstreit belastet Ölpreise

6.5.2019 11:15 Uhr

Am Montag sind die Ölpreise als Reaktion auf einen sich verschärfenden Handelsstreit zwischen den USA und China deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,33 US-Dollar. Das waren 1,52 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,44 Dollar auf 60,50 Dollar.

Kurz vor neuen Handelsgesprächen mit China hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, bereits geltende Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China von bisher 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen sie schon von diesem Freitag an gelten. Trump schrieb auf Twitter: "Der Handelsdeal mit China geht weiter, aber zu langsam, weil sie versuchen nachzuverhandeln. Nein!"

Neue Sanktionen gegen iranische Ölindustrie

Der neue Schritt des US-Präsidenten kommt überraschend, denn er hatte den Fortgang der Verhandlungen stets gelobt. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und verbraucht dementsprechend viel Rohöl.

Außerdem verhängten die USA auch neue Wirtschaftssanktionen gegen Irans Ölindustrie. Am Sonntag hatten die Vereinigten Staaten angekündigt, als militärische Warnung an den Iran zudem den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten zu verlegen. Grund ist der Streit um das iranische Atomprogramm. Aus einem Abkommen, das verhindern soll, dass Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt, waren die USA 2018 ausgestiegen.

(an/dpa)