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Hamburger Theaterintendant Einreise in die Türkei verweigert

9.8.2019 9:53 Uhr

Der Intendant eines Hamburger Theaters, Mahmut Canbay, ist bei seiner Einreise in die Türkei festgenommen worden. Er sei acht Stunden lang verhört worden, sagte Canbay der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Man habe ihm am Donnerstagabend ein Einreiseverbot erteilt und ihn zurück in einen Flieger nach Köln gesetzt.

Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" mit Bezug auf türkische Medien darüber berichtet.

Canbay ist laut "Hamburger Abendblatt" Deutsch-Türke kurdischer Abstammung und wollte mit einer Jugendgruppe an einem Theaterfestival in der westtürkischen Metropole Izmir teilnehmen. Er ist Intendant des Mut!Theaters im Hamburger Schanzenviertel.

Canbay sagte der Deutschen Presse-Agentur, ihm sei ein Anwalt verweigert worden. Man habe ihn gezwungen, sein Smartphone zu entsperren und habe alle Mails, Kontakte und Chats überprüft. Unter anderem sei er zu einer Karikatur des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan befragt worden, die ihm ein Bekannter per Whatsapp zugeschickt hatte. Auf dieser wird Erdogan als Diktator dargestellt. Er sei gefragt worden, warum er diese nicht gelöscht habe. Schließlich sei er in eine Maschine nach Köln gesetzt worden.

(dpa)

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