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Hamburger Shishabars sollen zum Einbau von Warnmeldern und Lüftungsanlagen gezwungen werden

21.1.2019 16:37 Uhr

Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin fordert gesetzliche Vorgaben, wenn es um Shishabars geht. Immer wieder käme es durch Kohlenmonoxid zu akuten Vergiftungsfällen. Deshalb will Hamburg Betreiber von Shishabars zum Einbau von Kohlenmonoxidwarnmeldern und Lüftungsanlagen zwingen.

Angesichts der Gesundheitsrisiken seien gesetzliche Vorgaben erforderlich, erklärte Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Montag. Es komme immer wieder zu akuten Vergiftungsfällen.Der Gesetzentwurf verpflichtet Betreiber von Shishabars, durch technische Maßnahmen sicherzustellen, dass der gesetzliche festgelegte Kohlenmonoxidgrenzwert in der Raumluft nicht überschritten wird. Bei Verstößen sollen unter anderem auch Gefängnisstrafen verhängt werden können. Ob aus dem Entwurf ein Gesetz wird, muss die Hamburger Bürgerschaft noch entscheiden.

Vergiftungen durch Kohlenmonoxid können bis zum Tode führen

Immer wieder kommt es in Shishabars zu Vergiftungen. Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchsloses Gas, das sich unter bestimmten Bedingungen bei Verbrennungsprozessen bildet. Es blockiert den Sauerstofftransport im Körper und kann tödlich wirken.Auch andere Bundesländer reagierten bereits. Baden-Württemberg gab im Oktober allen Gaststättenbehörden die Anweisung, Betreiber per Anordnung zu ausreichend dimensionierten Lüftungsanlagen und Warnmeldern im Interesse ihrer Angestellten und Besucher zu verpflichten. Nordrhein-Westfalen bereitet nach Angaben der Landesregierung derzeit ebenfalls einen solchen Runderlass vor.

(be/afp)