Hochbahn Hamburg

Hamburg testet elektrischen Quartiersbus aus der Türkei

4.8.2020 9:38 Uhr

Hamburg verfolgt ein hohes Ziel: Aus jedem Viertel der Hansestadt sollen Menschen binnen fünf Minuten Zugriff auf das hervorragend ausgebaute Nahverkehrsnetz der Hansestadt haben. Dafür werden derzeit elektrische Quartiersbusse getestet und der erste Testkandidat wird in der Türkei gebaut: E-Busse des Herstellers Karsan aus Bursa. Für eine Woche werden die türkischen E-Quartiersbusse mit dem Namen ATAC Electric von der Hochbahn getestet.

Beim Testbus handelt es sich um die sogenannte Midi-Version der in Bursa von Karsan hergestellten Busse. Er ist mit einem Elektromotor versehen und misst nur 8,30 Meter in der Länge. Das ist deutlich kürzer als die sonst eingesetzten Fahrzeuge in dem Segment, die zwischen zwölf und 21 Metern lang sind. Diese Kurzversion ist nötig, da viele der anzufahrenden Viertel verwinkelt sind und normalen Bussen keine Durchfahrtsmöglichkeit bieten. Da scheint der der türkische E-Bus von Karsan die Lösung zu sein – oder eine der Lösungen.

Busse aus der Türkei könnten Hamburger Nahverkehrsnetz verbessern

Die neuen Busse sollen von der Hochbahn dort eingesetzt werden, wo bisher kein Busverkehr vorhanden ist. Diese Quartiere sind laut Hochbahn zu erschließen und sollen mit diesen Bussen als Zubringer ans Netz der Schnellbahn angeschlossen werden. Geplant sei, dass rund 600 neue Haltestellen in den kommenden Jahren entstehen und alle Hamburger ans öffentliche Nahverkehrsnetz anschließen.

Die Testphase ist mit dem elektrischen Midibus von Karsan aus der Türkei angelaufen. Mit den Bussen aus Bursa wurde die erste Testphase eingeläutet. Dem türkischen Bus werden weitere Busse anderer Hersteller folgen. Wie Karsan der Hochbahn mitteilte, soll die Reichweite der E-Busse bei rund 300 Kilometern liegen. Nachdem die ersten Testfahrten gelaufen sind, ist man in Sachen Wendigkeit und Fahreigenschaften des Busses "Made in Turkey" wohl bereits überzeugt. Geplant ist, dass man die ersten Bestellungen für den Bus, für den man sich nach Abschluss der Testreihe entscheidet, ab Winter 2022 vornehmen wird. Die Vorgaben sind klar: Wendig und klimafreundlich müssen die Quartiersbusse sein, um den Hamburgerinnen und Hamburgern eine attraktive Erweiterung des Nahverkehrsnetzes zu präsentieren.

(ce)

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