Hamburg: Albino-Seebärenbaby planscht zum ersten Mal draußen

16.7.2020 8:00 Uhr

Knapp einen Monat nach seiner Geburt durfte das Albino-Seebärenbaby aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck am Dienstag zum ersten Mal ins Außengehege.

Dort planschte es dann überschwänglich mit seinen Artgenossen.

"Das ist nicht irgendein Seebärenbaby, sondern ein Albino und das ist etwas extrem seltenes. In der Tierwelt grundsätzlich und bei Seebären auch. Wir hatten das hier noch nie und deswegen ist das für uns alle hier sehr aufregend."

Als Albino fehlen dem kleinen Tier die Farbpigmente. Deshalb hat es im Gegensatz zu seinen Artgenossen ein helles Fell.

Das Baby gilt als das weltweit einzige Albino-Seebärenbaby in einem Zoo. Dennoch möchte man das Aufwachsen des Tiers möglichst wie in der Natur gestalten.

Gemeinsam mit seiner Mutter verbrachte es deshalb die ersten Wochen in einem abgetrennten Gehegebereich des Eismeers.

"Zum einen, dass damit sich die Bindung von Mutter und Kind richtig festigen kann, und zum Anderen auch, weil die geschlechtsreifen Männchen nicht ganz ungefährlich sein können für so ein neugeborenes Jungtier."

Noch hat der helle Spross von Seebärenmutter Lucy keinen Namen. Über das Verfahren der Namensfindung will der Tierpark erst in den nächsten Tagen entschieden.

(it/dpa)