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Halloween einmal anders - Gruselfeste und Bräuche in anderen Ländern

29.10.2019 9:47 Uhr

Kürbisse mit Grimassen, Spinnweben aus Plastik, Hexenkostüme vom Feinsten: Halloween ist eine Zeit im Jahr, in der sich viele auf Partys mit ausgearbeiteten Verkleidungen und mühsamen Dekorationen freuen.

Die Nacht des 31. Oktobers ist ein Grund zu feiern, sich zu verkleiden und zu gruseln. Obwohl viele behaupten, Halloween würde aus den USA stammen, fand das Brauchtum seinen Ursprung tatsächlich in Irland. Einwanderer brachten das Fest des Grusels dann schließlich in die USA, wo es sich zu dem großen Event entwickelte, das es heute ist. Die amerikanischen Feierlichkeiten zu Halloween nehmen maßgeblich größere Ausmaße an, als dies bei uns der Fall ist. Schon im September übernehmen dort Hexenfiguren, Masken, Girlanden und geschnitzte Kürbisse die Kaufhäuser und Geschäfte, während an zahlreichen Straßenecken Halloween-Popupstores aufmachen, die sich vollkommen dem Halloween-Geschäft gewidmet haben und alles - von Kostümen bis Dekorationen - passend zum Brauchtum anbieten. Hierzulande sind die Feierlichkeiten zwar vergleichsweise kleiner, dennoch ist Halloween bekannt und äußerst beliebt. Inzwischen ist es weltweit ein wichtiger Teil der modernen Popkultur geworden, sodass es fast schon unmöglich ist, dem Fest zu entgehen.

Während Halloween in Deutschland und Amerika das größte Fest des Grusels darstellt, gibt es in anderen Ländern Europas tatsächlich noch weitere Festlichkeiten, die ähnliche Elemente wie Halloween aufzeigen. So wird in Italien am 6. Januar die Hexe Befana gefeiert, die mit ihrem Hexenhut auf einem Besen durch das Land fliegt und Geschenke und Süßigkeiten bringt. Anders als an Halloween, ist sie dabei jedoch nicht gruselig, sondern gutherzig. Auf der Isle of Man zwischen England und Irland wird zwar auch am 31. Oktober gefeiert, allerdings nicht Halloween, sondern das traditionsreiche Hop tu Naa Fest.

Halloween in Spiel und Film

Auch wenn Halloween in Deutschland nicht so groß gefeiert wird wie in den USA und hierzulande nicht jeder Haushalt am Halloween-Fest mitmacht und für „Süßes oder Saures“ die Türe öffnet, kennt dennoch jeder das große Gruselfest. Halloween hat sich inzwischen mit seiner langen Tradition in unserer Kultur verankert und lässt sich an zahlreichen Stellen sehen und erleben. Der Kult-Horrorfilm Halloween schockte Zuschauer bereits im Jahr 1978. Der Streifen spielt am Abend von Halloween und erzählt die sagenhafte Geschichte des Serienmörders Michael Myers, der Jagd auf Laurie Strode, gespielt von Jamie Lee Curtis, macht. 40 Jahre später erschien sogar ein Remake der Legende, sodass Halloween erneut auf der Leinwand beeindrucken konnte. 2020 kommt das nächste Sequel pünktlich zum Fest in die Kinos.

Auch in der Welt der Videospiele ist Halloween vertreten. Im 888 Online Casino gibt es beispielsweise eine große Auswahl an Slotspielen, die sich den unterschiedlichsten Elementen der Popkultur bedienen. Im Slot Halloween Jack erwacht so der Halloween-Geist zum Leben. Auf den fünf Walzen werden klassische Elemente wie Kürbisse und weitere gruselige Charaktere abgebildet. Mit geschnitzten Kürbissen, Totenköpfen und einem dunklen Friedhof im Hintergrund wird für absolute Halloween-Stimmung gesorgt. Die musikalische Untermalung lässt es einem gelegentlich auch kalt den Rücken hinunterlaufen. Auch das beliebte Rollenspiel Costume Quest im Comicstil sorgt für Halloweenstimmung. Hier werden zwei Brüder beim Sammeln von Süßigkeiten an der Halloweennacht von Monstern verfolgt. Das Fest am 31. Oktober hat sich inzwischen in unserer Popkultur verankert und ist allgegenwärtig. Weniger bekannt, aber dafür genauso spannen, sind die Festlichkeiten manch anderer Länder.

Festa della Befana in Italien

In Italien gehört der 6. Januar zu den wichtigsten Feiertagen des Weihnachtsfestes. Während in Deutschland der 24. Dezember der Tag der Bescherung ist, findet diese in Italien am 6. Januar statt. Es ist der Tag der Heiligen Drei Könige, die an jenem Tag Geschenke zur Krippe in Betlehem gebracht haben sollen. Doch die Geschichte geht noch weiter, denn zuvor sollen die Könige auf eine Hexe getroffen sein, die ihnen Unterschlupf gewährte. Sie soll die beste Hausfrau der Stadt gewesen sein und ein wunderschönes Heim besessen haben. Auf die Frage der Könige, ob die Hexe mit ihnen kommen wolle, um das Baby Jesus zu finden, lehnte sie ab, da sie zu viel Hausarbeit habe. Kurz darauf soll sie jedoch ihre Meinung geändert haben und in der Nacht des 5. Januar auf die Suche nach den drei Königen gegangen sein. Sie brachte einen Beutel mit Geschenken mit, um diese dem Neugeborenen zu bringen. Unglücklicherweise fand sie weder die Könige noch die Krippe und verteilte deshalb auf ihrer Suche die Süßigkeiten und Obst lieber an die Menschen. Für alle „Bösen“ gab es allerdings Kohle. Ähnlich wie zu den hierzulande üblichen Festlichkeiten des St. Nikolaus am 6. Dezember werden in Italien am 5. Januar die Schuhe vor die Tür gestellt, um von der Hexe Süßigkeiten oder Kohle, bzw. häufig auch Stöcke, zu bekommen. Wein und heimische Speisen werden für die Hexe in der Nacht ebenfalls hinausgestellt. Zudem soll sie stets fegen, bevor sie wieder verschwindet, da sie eine so reinlich und erstklassige Hausfrau ist. Die Rolle der Hexe ist in Italien somit eine ganz andere, wie wir sie an Halloween feiern.

Beim Fest Hop tu Naa werden nicht Kürbisse, sondern Rüben geschnitzt. Bildquelle: Culture Vannin

Hop tu Naa auf der Isle of Man

Auf der Isle of Man zwischen England und Irland wird wie bei uns am 31. Oktober gefeiert. Doch anders als zu erwarten, vor allem da Halloween aus dem benachbarten Irland stammen soll, geht es hierbei nicht um Halloween. Auf der Isle of Man wird stattdessen das Fest Hop tu Naa gefeiert. Dabei handelt es sich um den längsten ungebrochenen Brauchtum der Insel, der bis heute zelebriert wird. Hop tu Naa ist eine Feierlichkeit des keltischen Festes Samhain, welches den Beginn des Winters einläutet. Es können jedoch einige Gemeinsamkeiten mit Halloween ausgemacht werden. Beispielsweise wird auch hier geschnitzt, allerdings keine Kürbisse, sondern Rüben. Auf der gesamten Insel gibt es am 31. Oktober Festlichkeiten mit Wettbewerben darüber, wer die schönste Rübe geschnitzt hat. Weitere Traditionen sind das Singen von Hop-tu-Naa-Songs, während Menschen mit Laternen aus Rüben von Haus zu Haus gehen. Ähnlich wie bei Halloween werden auch hier Süßigkeiten ausgegeben. Zudem werden am Hop tu Naa große Feuer angezündet, die böse Feen vertreiben sollen. Auch hier spielt die Figur der Hexe eine entscheidende Rolle. Der Manx-Gälische Song Jinny the Witch erzählt beispielsweise die Geschichte einer Hexe aus dem 18. Jahrhundert. Im Grunde handelt es sich um ein großes Fest, an dem man in geselligem Zusammensein singt, tanzt, Geschichten erzählt, Spiele spielt, Rüben schnitzt und gemeinsam isst.

Halloween ist für uns das größte Gruselfest des Jahres. Inzwischen handelt es sich bei den Feierlichkeiten am 31. Oktober um einen festen Bestandteil unserer modernen Popkultur, den jeder kennt. Doch während wir in Hexenkostüme schlüpfen und Kürbisse schnitzen, werden in anderen Ländern ganz andere Traditionen gefeiert. In Italien bringt die Hexe auf ihrem Besen Geschenke und auf der Isle of Man gibt es zu Halloween Rüben statt Kürbisse und zahlreiche weitere traditionelle Brauchtümer. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich, denn es ist überaus spannend, auch die Bräuche anderer Kulturen zu entdecken.

(Hürriyet.de)

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