EPA-EFE

Haiti protestiert weiter gegen Regierung

9.2.2019 20:27 Uhr

Gewaltkriminalität und Korruption werden als die Kernprobleme in Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre angesehen. Und die Regierung gilt als verantwortlich dafür. Gegen diese Regierung von Jovenel Moise gehen die Menschen am dritten Tag in Folge auf die Straße.

In Haiti ist es erneut zu Protesten gegen die Regierung gekommen. Videos in sozialen Netzwerken zeigten am Samstag brennende Straßensperren. Die Demonstranten forderten den dritten Tag in Folge den Rücktritt von Präsident Jovenel Moise. Am Freitag war nach Angaben der Zeitung "Haitian Times" ein Mensch bei den Protesten ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Auch mehrere Polizisten seien durch Steine verletzt worden. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Fast zweistellig Menschen während der Proteste getötet

Die Menschen werfen der Regierung vor, Geld aus einem Hilfsfonds veruntreut zu haben, das eigentlich für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben 2010 verwendet werden sollte. Bei dem Beben kamen Hunderttausende Menschen ums Leben.

Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Der Staat ist weitgehend von Hilfszahlungen aus dem Ausland abhängig, neben der grassierenden Korruption ist auch Gewaltkriminalität ein großes Problem. Die Proteste begannen am Donnerstag, dem 33. Jahrestag des Sturzes von Diktator François Duvalier ("Papa Doc"). Am Donnerstag kamen laut lokaler Medienberichte vier Menschen bei den Protesten ums Leben.

(ce/dpa)

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