Symbolbild: imago images / ZUMA Press

Gut 150 Migranten in der Ägäis aufgegriffen

28.5.2019 12:14 Uhr

In die Europäische Union kommen, ungeachtet der EU-Vereinbarung mit der Türkei, weiterhin Migranten über die Ägäis. Zwischen Montag- und Dienstagmorgen setzten nach Angaben der griechischen Küstenwache mehr als 150 Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 hatte es Tage gegeben, an denen 7000 Migranten über die Türkei griechische Inseln erreichten.

Auf der Kleininsel Nimos der Dodekanes-Inselgruppe wurden am Dienstagmorgen 17 Migranten entdeckt. Sie seien in der Nacht mit einem Schlauchboot von der rund zehn Kilometer entfernten türkischen Küste aufgebrochen, teilte die Küstenwache mit. Weitere 57 Migranten waren am Vortag vor den Inseln, Lesbos und Farmakonisi aufgegriffen worden. Vor der nordgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis entdeckte die Küstenwache 83 weitere Migranten.

Der im März 2016 geschlossenen Flüchtlingspakt EU-Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge.

(gi/dpa)

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