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Guaido warnt vor Rückkehr vor seiner Entführung

4.3.2019 8:52 Uhr

Am Montag will Juan Guaido nach Venezuela zurückkehren. Nun warnt er davor, ihn bei seiner Rückkehr festnehmen oder "entführen" zu lassen. Das wäre einer der "letzten Fehler", den das Regime begehen würde, sagte Guaido am Sonntagabend in einer Online-Videobotschaft.

Seine Rückkehr nach Venezuela sei eine "historische Herausforderung". Der inzwischen von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannte Guaidó hat für Montag zu neuen Protesten aufgerufen. Guaido war im Februar trotz eines Ausreiseverbots ins benachbarte Kolumbien gereist. Zudem besuchte er in den folgenden Tagen Brasilien, Paraguay, Argentinien und Ecuador. Sein Gegenspieler Maduro hat angekündigt, dass sich Guaidó wegen der unerlaubten Ausreise in Venezuela vor Gericht wird verantworten müssen.

Ermittlungen gegen Guaido

Die venezolanischen Behörden ermitteln gegen den Oppositionspolitiker und Parlamentspräsidenten, weil er sich am 23. Januar zum Interimsstaatschef erklärt und zu Maduros Sturz aufgerufen hatte. Die Behörden hatten Guaido wegen der gegen ihn laufenden Ermittlungen die Ausreise aus Venezuela untersagt. Die Europäische Union hat die venezolanische Regierung vor einer Festnahme Guaidos bei dessen Rückkehr gewarnt. In einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vom Samstagabend hieß es, jegliche Maßnahme, die Guaidos "Freiheit, Sicherheit oder persönliche Integrität" gefährde, werde die Spannungen erheblich eskalieren.

(be/afp)