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Grubenexplosion in Tschechien: Mindestens 13 Tote

21.12.2018 3:39 Uhr

Bei einem schweren Grubenunglück in einem Steinkohlebergwerk im Osten Tschechiens sind mindestens 13 Bergleute ums Leben gekommen, rund ein Dutzend weitere seien verletzt worden.

Nach ersten Erkenntnissen entzündete sich unter Tage ein Luft-Methangas-Gemisch. Es kam in einer Tiefe von schätzungsweise rund 800 Metern zu einer gefürchteten Schlagwetterexplosion, die ganze Arbeitsbereiche zerstörte.

Zehn weitere Menschen seien bei der Methangasexplosion in einer Zeche in Karvina im Osten des Landes verletzt worden, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma OKD am Freitag. Elf der Toten stammten demnach aus Polen.

Vorweihnachtliche Tragödie

Die Grubenwehr suchte in der Tiefe nach weiteren Opfern und Überlebenden. Zum Abtransport der Verletzten standen Rettungswagen und ein Hubschrauber bereit. Das Bergwerk nahe der Stadt Karvina, rund 300 Kilometer östlich von Prag, ist seit 1968 in Betrieb und wurde vor einigen Jahren modernisiert. Die Stollen liegen in einer Tiefe von bis zu 1100 Metern.

Das Unglück sei eine große vorweihnachtliche Tragödie, sagte der Bürgermeister der angrenzenden Bergwerksgemeinde Stonava, Ondrej Feber, der Onlineausgabe der Zeitung "Pravo".

9500 Menschen beschäftigt

Der Bergwerksbetreiber OKD ist seit April wieder im Besitz des tschechischen Staates. Die Regierung in Prag hatte den Betrieb nach der Insolvenz für umgerechnet rund drei Millionen Euro übernommen. Das Unternehmen beschäftigt in der strukturschwachen Region rund 9500 Menschen. In diesem Jahr wurden rund fünf Millionen Tonnen Steinkohle gefördert.

(dpa/afp/bl)

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