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Großbrand in Chemiefabrik - Schulen geschlossen

26.9.2019 13:17 Uhr

Dichte schwarze Wolken steigen von einer brennenden Chemiefabrik im nordfranzösischen Rouen auf. Anwohnern wird geraten, den Bereich zu meiden, Schulen wurden geschlossen, wie die örtliche Präfektur am Donnerstag mitteilte.

Anwohner in einem Umkreis von 500 Metern sollten zu Hause bleiben, schrieb das Innenministerium. In Rouen und zehn umliegenden Gemeinden bleiben demnach Schulen und Kinderkrippen geschlossen. Bewohner von Altenheimen sollten diese nicht verlassen.

130 Feuerwehrleute im Einsatz

Französische Medien berichteten von riesigen Flammen und Explosionen in der Fabrik des Unternehmens Lubrizol, das Zusatzmittel für Öle herstelle. Menschen seien bisher nicht zu Schaden gekommen, so die Präfektur. Es seien 130 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Brandursache war zunächst unklar.

Die Fabrik gehört in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Produktionsstandorten, die von Behörden besonders überwacht werden. Im italienischen Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen.

Der Präfekt der Region Normandie, Pierre-André Durand, sagte dem Nachrichtensender Sender BFMTV, es gebe zunächst keine «hohe Giftigkeit» bei Proben. Rouen ist eine regionale Metropole und liegt an der Seine zwischen Paris und der Hafenstadt Le Havre.

(be/dpa)

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