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Grindel tritt auch bei FIFA und UEFA zurück

10.4.2019 16:54 Uhr

Reinhard Grindel vollzieht nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident einen sauberen Schnitt und das in aller Konsequenz. Am Dienstag ist der ehemalige DFB-Boss auch von seinen Ämtern bei FIFA und UEFA zurückgetreten.

Acht Tage nach seinem Rücktritt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Reinhard Grindel auch seine Ämter beim Weltverband FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) niedergelegt. Das teilte der 57-Jährige am Dienstag mit. Grindel war UEFA-Vizepräsident und Mitglied im FIFA-Council.

Er übernehme "die Verantwortung auf nationaler und internationaler Ebene", erklärte er nun. "Es geht mir vor allem darum, den guten Ruf der UEFA zu schützen. Außerdem möchte ich den Weg der FIFA zu mehr Transparenz und Good Governance nicht belasten." Damit sind die internationalen Ämter, die der 57-Jährige im Auftrag des DFB bekleidete, vorerst vakant. Bei der UEFA lief sein Mandat noch bis 2021, bei der FIFA noch zwei Jahre länger. Nur der UEFA-Kongress aller Mitglieder des Kontinentalverbands kann über eine Neubesetzung beider Posten entscheiden.

Enthüllungen über Zusatzeinkünfte und die Annahme einer teuren Uhr hatten Grindel seinen DFB-Job gekostet. In seiner Erklärung betonte er am Mittwoch, dass er wegen des Geschenks durch den früheren ukrainischen Verbandsboss Grigori Surkis in "keinerlei Interessenskonflikt geraten" sei. "Es gab keinerlei Unrechtsvereinbarung und keinerlei Beeinflussung. Es war eine unerklärliche Arglosigkeit von mir, dieses Geschenk nicht sofort den zuständigen Compliance-Beauftragten zu melden."

(ce/afp/dpa)

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