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Grindel kritisiert FIFA-Boss Infantino für den "Ausverkauf" des Fußball-Weltverbandes

19.12.2018 7:24 Uhr

Undurchsichtig, so nennt DFB-Präsident Grindel das Verhalten des FIFA-Präsidenten Infantinos im Streit um neue Turnierformate. Auch die engen Kontakte zu Saudi-Arabien scheinen Unmut zu erwecken.

"Durch die intransparente Art und Weise, wie er mit diesen Themen umgeht, bestärkt er viele Vorurteile über die FIFA", sagte Grindel dem Sportbuzzer. Infantino versucht seit Monaten, zwei neue Wettbewerbe zu installieren: Eine Weltliga für Nationalteams sowie eine auf 24 Mannschaften erweiterte Klub-WM. Dafür sollen Investoren angeblich bereit sein, 25 Milliarden US-Dollar für zwölf Jahre zu bieten.Zu den Hintergründen und den Investoren hält sich der Schweizer bedeckt. Angeblich sollen die Firmen enge Kontakte zu Saudi-Arabien unterhalten.

Fast sämtliche Rechte abgetreten?

Laut Medienberichten soll der Deal allerdings viel weiter gehen: Demnach würden zusätzlich fast sämtliche Rechte des Weltverbandes abgetreten. Laut FIFA seien die Dokumente veraltet."Ich würde es begrüßen, wenn die FIFA einen offenen Diskussionsprozess aufsetzt und die Betroffenen – also die Klubs, die Ligen und die Verbände – viel stärker in die Diskussionen einbezieht", sagte Grindel.

Die FIFA-Vorstandsmitglieder lehnen den Deal bislang ab. Inzwischen wurde eine Task Force eingesetzt. Sie soll nun bis März 2019 genau prüfen, welche sportlichen Auswirkungen auf den Weltverband zukommen würden.Generell sei das Verhältnis zu Infantino distanziert: "Es ist von unterschiedlichen Sichtweisen auf Sachthemen geprägt", sagte Grindel.

(be/afp)

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