epa/Dimitris Tosidis

Griechisch-türkische Grenze ist ruhig

13.3.2020 10:30 Uhr

Am Freitagmorgen kehrt nach einer Nacht mit Brandflaschen und Tränengas wieder Ruhe am griechisch-türkischen Grenzübergang bei Kastanies/Pazarkule. Am Vorabend hatten abermals zahlreiche Menschen von der türkischen Seite aus versucht, einen Grenzzaun auf der griechischen Seite zu durchbrechen, um illegal nach Griechenland und damit in die EU einzudringen.

Griechische Medien zeigten erneut kurze Videoaufnahmen von den Zwischenfällen: Migranten schleuderten Brandflaschen über den Zaun nach Griechenland, einige legten Feuer am Zaun, um den Stacheldraht zum Schmelzen zu bringen. Die griechischen Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Brände zu löschen und die Migranten zurückzudrängen.

Athen verurteilt Haltung Ankaras

Der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas verurteilte am Freitagmorgen die Haltung Ankaras. Der türkische Präsident setze seine Taktik fort, Menschen zu instrumentalisieren, hieß es.

Die Türkei hatte Ende Februar erklärt, die Grenze zur EU sei für Migranten offen. Daraufhin machten sich Tausende auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. Griechenland wehrt die Menschen jedoch ab. Die EU unterstützt Athen, etwa mit Hilfsgeldern und durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex. Dutzende Beamte sind bereits am Grenzfluss Evros und in der Ägäis im Einsatz.

(an/dpa)

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