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Griechenland: Proteste vor Abstimmung über Namensänderung

25.1.2019 13:48 Uhr

Das griechische Parlament hat am Freitag letzte Vorbereitungen auf die am Nachmittag erwartete Abstimmung über das Namensabkommen mit dem Nachbarland Mazedonien getroffen. Bis zuletzt gab es auch in der Bevölkerung massive Proteste gegen die Vereinbarung. Nach einer Demonstration vor dem Parlament am späten Donnerstagabend wurden Medienberichten zufolge mindestens zehn Menschen festgenommen, weitere 133 Demonstranten nahm die Polizei in Gewahrsam.

Es handelte sich demnach vorwiegend um Rechtsradikale. Dass die Umbenennung in "Republik Nord-Mazedonien" ratifiziert wird, gilt bei politischen Beobachtern als sicher; die griechischen Medien spekulieren jedoch seit Tagen, wie viele Stimmen das umstrittene Abkommen im 300-köpfigen Parlament erhalten wird.

Boykott der Nationalisten

Die Partei Syriza des linken Premiers Alexis Tsipras bringt es nur auf 145 Abgeordnete; Parlamentarier anderer Parteien haben aber ebenfalls bereits Unterstützung zugesagt.

Griechische Konservative und Nationalisten boykottieren die Namensänderung des Nachbarlandes, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien heißt. Sie fürchten, dass in Folge des Abkommens eine mazedonische Sprache und eine mazedonische Nation international anerkannt würden.

(an/dpa)

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