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Griechenland: Erstmals zehnjährige Anleihen seit der Finanzkrise

4.3.2019 18:03 Uhr

Erstmals seit der Finanzkrise 2008 hat Griechenland begonnen, den Verkauf einer zehnjärhigen Staatsanleihe einzuleiten. Dies berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf die griechische Schuldenagentur PDMA. Auf diesem Weg sollten etwa zwei bis drei Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen werden.

Seit März 2010 hatte es keine griechischen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit mehr gegeben. Damals hatte sich das Land fünf Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 6,25 Prozent geliehen. Allerdings musste Athen nur wenige Wochen später internationale Hilfe beantragen, um sich vor der Pleite zu retten. Erst im Sommer 2018 ist das dritte und letzte internationale Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen. Seither muss sich Athen wieder aus eigener Kraft Geld beschaffen.

Gefallene Renditen

Die Rendite für die aktuellen Staatsanleihen war am Montag auf etwa 3,6 Prozent gefallen. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als zwölf Jahren. Langfristige Staatsanleihen sowie ihre Rendite gelten als Maßstab für die Kreditwürdigkeit eines Landes. Zum Vergleich: Deutschland genießt an den Finanzmärkten viel mehr Vertrauen - der Bund kann sich schon für deutlich unter einem Prozent Geld besorgen.

(an/dpa)