epa/Luis Villalobos

Grenzkontrollen im Süden verstärkt

14.6.2019 22:05 Uhr

Im Streit um Migration und Zölle hat Mexiko mit den USA eine vorläufige Einigung erzielt und seine Grenzkontrollen verstärkt. Zusätzliche 825 Beamte der Einwanderungsbehörde würden eingesetzt, kündigte Außenminister Marcelo Ebrard am Freitag an. In der kommenden Woche werde außerdem die Verlegung von 6000 Soldaten der Nationalgarde in den Süden des Landes abgeschlossen.

Zehntausende Migranten aus Mittelamerika fliehen jeden Monat vor der Gewalt und der Armut in ihren Heimatländern und versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen. Auch Menschen aus der Karibik, Afrika und Asien wählen den gefährlichen Weg durch Mexiko.

Mexiko will Entwicklungsplan für Mittelamerika

Die Regierung des lateinamerikanischen Landes hatte sich zuletzt dazu verpflichtet, härter gegen die illegale Migration vorzugehen. Damit konnte sie vorerst die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf alle Importe aus Mexiko abwenden. Die mexikanische Regierung will zudem einen Entwicklungsplan für Mittelamerika anschieben, um die massive Auswanderung zu stoppen. Seit Anfang des Jahres kamen mehr als 670 000 Migranten über Mexiko an die US-Grenze.

(an/dpa)