Greenpeace kämpft gegen Schleppnetzfischerei in der Ostsee

29.7.2020 8:00 Uhr

Greenpeace hat der Fischerei mit Grundschleppnetzen in Deutschlands Meeresschutzgebieten den Kampf angesagt: Riesige Granitblöcke sollen verhindern, dass im Meeresschutzgebiet Adlergrund der Boden von Fischern mit Schleppnetzen "durchpflügt" wird. Im Moment ist dies noch legal.

"Der Adlergrund ist seit 2007 als Schutzgebiet ausgewiesen, aber dieser Schutz passiert nur auf dem Papier. Nach wie vor ist Fischerei hier erlaubt."

Die Pläne für ein Verbot bodenzerstörender Fischerei im Adlergrund sind demnach längst fertig. Allerdings fehle der politische Wille, sie umzusetzen.

"Wir fordern, dass der Adlergrund und alle Schutzgebiete in Deutschland echten Schutz bekommen. Verantwortlich ist dafür Julia Klöckner, unsere Landwirtschafts- und Fischereiministerin. Die muss dafür sorgen, dass die Grundschleppnetzfischerei in den Schutzgebieten verboten wird."

Die Aktion soll mehrere Tage dauern. Der Adlergrund beherbergt Greenpeace nach unter anderem wertvolle Steinriffe und Miesmuschelbänke.

(it/dpa)