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Google-Chef fordert rasche Regeln für Gesichtserkennung

21.1.2020 18:42 Uhr

Sundar Pichai hat die Regierungen dazu aufgerufen, schnell Regeln für den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologien aufzustellen. Google selbst verzichtet auf die Dienstleistung, die Fähigkeit zur Gesichtserkennung anzubieten, wie Pichai bekräftigte.

Auf jeden Fall müsse Gesichtserkennung zu den Technologien auf Basis künstlicher Intelligenz gehören, die mit Priorität reguliert werden, betonte er.

Der Cloud-Rivale Amazon vermarktet dagegen eine entsprechende Technologie mit dem Namen Rekognition, die Kunden wie Ermittlungsbehörden auf ihre Bilddatenbanken anlernen können. Außerdem haben etliche asiatische Hightech-Konzerne Gesichtserkennungsprodukte im Angebot.

Kritik an "Clearview AI"

Erst am Wochenende war zudem durch einen Bericht der «New York Times» bekanntgeworden, dass eine obskure US-Firma namens Clearview AI eine Datenbank aus rund drei Milliarden frei im Internet zugänglicher Bildern zusammengestellte und auf dieser Basis einen Service zur Gesichtserkennung unter anderem diversen Behörden anbietet.

Der Google-Chef betonte bei seinem Auftritt in der europäischen Denkfabrik Bruegel, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz auch insgesamt reguliert werden müsse. «Das ist zu sehr von kritischer Bedeutung, um das nicht zu tun.» Dabei sei es wichtig, gleich einen internationalen Rahmen zu schaffen. «Künstliche Intelligenz wird in globalem Maßstab eingesetzt werden, viele Länder sind involviert, Alleingänge werden für niemanden funktionieren», warnte Pichai. So werde «eine Menge KI-Technologie in China entwickelt werden», gab er zu bedenken.

(be/dpa)

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