dpa

Goethe-Institut bietet Festival-Rundumschlag

19.6.2019 12:10 Uhr

Den aktuellen Reizthemen der Menschheit stellt sich das Goethe-Institut nach Ansicht seines Generalsekretärs mit einem internationalen Kultursymposium.

"Unter der Ansage "Die Route wird neu berechnet" geht es um die Herausforderungen, die für die Menschheit im Mittelpunkt stehen, und welche Debatten wir führen müssen, um diese Fragen zu beantworten", sagte Johannes Ebert vor dem Beginn des mehrtägigen Festivals in Weimar.

70 internationale Gäste

Rund 70 internationale Gäste aus Kultur, Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft beschäftigen sich bei dem öffentlichen Symposium von Mittwoch bis Freitag mit sehr weit gefassten Themenkomplexen. Es geht etwa um Orientierung, erstarkenden Nationalismus in Ländern weltweit, aber auch um Wirtschaft und das Mensch-Sein im Zeitalter von Digitalisierung. "Die Themen sind so gewählt, weil sie direkt zusammenhängen", sagte Ebert.

Er verwies auf das Beispiel Technik und Vernetzung, das beim Symposium in Vorträgen und Kunst- und Tanzaktionen thematisiert werde. "Technische Veränderungen haben immer zwei Seiten." So werde der Umgang von Staaten mit Daten ihrer Bürger sehr unterschiedlich empfunden. "Estland gilt da etwa als transparent und Vorreiter, aber im Falle Chinas wird das als Kontrolle und bedrohlich aufgefasst."

Für das Symposium sei entscheidend, dass die Themen nicht nur über Vorträge und Diskussionen aufgegriffen werden, sagte Ebert. So beschäftige sich ein Künstler-Duo in einer Installation mit Technologie, die etwa zur Überwachung genutzt werden kann. Zum Verhältnis zwischen Mensch und Maschine lasse ein taiwanesischer Choreograf einen Industrieroboter tanzen.

Auch die Oper "The Circle" nach dem gleichnamigen Erfolgsroman vom US-Autor Dave Eggers wird am Deutschen Nationaltheater Weimar innerhalb des Symposiums aufgeführt. In dem Stück geht es um die Macht von Technologiekonzernen und die Aufgabe jeglicher Privatsphäre.

Das Goethe-Institut

Als offizielles Kulturinstitut Deutschlands ist das Goethe-Institut weltweit vernetzt. Es fördert nicht nur Kenntnisse über Deutschland und der deutschen Sprache im In- und Ausland durch Kurse, sondern soll auch die internationale kulturelle Zusammenarbeit pflegen.

(gi/dpa)

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