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Glyphosat: Klagelawine gegen Bayer rollt in den USA an

25.2.2019 16:31 Uhr

Der Musterfall von Kläger Edwin Hardeman gegen die Bayer-Tochter Monsanto könnte richtungsweisend sein. Monsanto muss sich wegen angeblicher Krebsrisiken des Wirkstoffs Glyphosats in seinem Unkrautvernichter Roundup in den USA verantworten.

Nun beginnt in San Francisco der Prozess des Klägers Edwin Hardeman gegen Monsanto.

Hardeman macht Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup für seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Er wirft dem im vergangenen Jahr von der Leverkusener Bayer AG übernommenen US-Saatgutriesen zudem vor, die Risiken des Produkts verschwiegen zu haben. Der Konzern weist die Anschuldigungen energisch zurück.

Musterfall in Massenverfahren

Für Bayer ist der Rechtsstreit brisant, denn es handelt sich um einen "Bellwether Case" genannten Musterfall in einem Massenverfahren, der richtungsweisend für viele weitere Klagen ist. Allein in diesem Fall ist Bayer mit rund 1300 US-Klägern konfrontiert, Hunderte Klagen sind bei Richter Vince Chhabria im nördlichen Bezirk von San Francisco gebündelt. Insgesamt gibt es in den USA rund 9300 Kläger.

Nachdem die Auswahl der Jury bereits erfolgt ist, sollen die Streitparteien zum Prozessauftakt ihre eröffnenden Statements abgeben. Danach steht ein regelrechter Anhörungsmarathon an - für die nächsten vier bis fünf Wochen sind dem Gericht zufolge an jedem Wochentag außer Donnerstag rund sechsstündige Verhandlungen geplant.

(be/dpa)