Symbolbild: imago/Nature Picture Library

Giftige Fluss-Dämpfe: Malaysia macht Schulen dicht

14.3.2019 8:38 Uhr

Umweltverschmutzung kann gesundheitsgefährdend sein: Wegen giftiger Dämpfe aus einem verschmutzten Fluss sind in Malaysia mehr als 100 Schulen geschlossen worden. Mehrere hundert Menschen - darunter zahlreiche Schüler - aus der Umgebung des Flusses Kim Kim im Süden des südostasiatischen Landes seien in ärztlicher Behandlung.

Die Behörden teilten am Donnerstag mit, dass viele über Atemprobleme und Übelkeit klagten, manche fielen in Ohnmacht. Es wird vermutet, dass die Dämpfe von giftigem Abfall kommen, der in den Fluss gekippt wurde.

Das Bildungsministerium ordnete am Donnerstag die Schließung von insgesamt 111 Schulen an, die sich allesamt in einem Radius von drei Kilometern rund um den Fluss befinden. Schüler und Lehrer bekamen schulfrei, "bis sich die Lage gebessert hat". Insgesamt mussten bereits mehr als 500 Menschen behandelt werden, neun lagen auf der Intensivstation. Woher der Abfall kommt, konnte zunächst nicht geklärt werden. Der Verdacht richtet sich gegen den Betreiber einer Anlage, in der Autoreifen aufbereitet werden.

(sis/dpa)