Giftgas-Angriff von Aleppo eine Lüge? - USA erhebt Vorwürfe gegen Syrien und Russland

8.12.2018 11:10 Uhr

Es sind massive Vorwürfe, die seitens der USA aus Washington gegen Syrien und Russland erhoben werden. Laut US-Außenministerium hätten die Regierungen aus Moskau und Damaskus Extremistengruppen fälschlich bezichtigt, einen Chlorgas-Angriff in Aleppo durchgeführt zu haben.

Die USA haben der syrischen Regierung und Russland gezielte Falschinformation zu einem Giftgasangriff auf das syrische Aleppo vorgeworfen. Damaskus und Moskau hätten fälschlicherweise syrische Rebellen und Extremistengruppen bezichtigt, am 24. November einen Chlorgas-Angriff im Nordwesten der Stadt verübt zu haben. Die USA hätten "glaubhafte Informationen, dass Regime-befürwortende Kräfte wahrscheinlich Tränengas gegen Zivilisten in Aleppo eingesetzt haben", erklärte das US-Außenministerium am Freitag (Ortszeit).

Vergeltungsschläge der syrischen Luftwaffe grundlos?

"Den USA liegen Informationen vor, die nahelegen, dass russische und syrisches Personal in den Tränengas-Vorfall verwickelt war", hieß es. Washington gehe davon aus, dass beide Länder "die Glaubwürdigkeit der Feuerpause in Idlib zu untergraben" versuchten.

Die syrische Regierung hatte Rebellen bezichtigt, am 24. November Dutzende Raketen mit Giftgas auf Aleppo abgefeuert zu haben. 107 Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Als Vergeltung hatte die syrische Luftwaffe Stellungen in der entmilitarisierten Pufferzone rund um die Rebellenhochburg Idlib angegriffen. Rebellengruppen hatten die Anschuldigungen als "Lüge" zurückgewiesen.

(ce/dpa)