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Gianni Infantino vor Wiederwahl zum FIFA-Boss

6.2.2019 13:39 Uhr

Eine zweite Amtszeit des Schweizers Gianni Infantino als Präsident des Weltverbandes FIFA ist so gut wie sicher. Wie der Verband bekannt gab, ist der 48-Jährige der einzige Kandidat für die Wahl beim FIFA-Kongress am 5. Juni in Paris.

Zuletzt hatte der ehemalige Schweizer Nationalspieler Ramon Vega sein Interesse als möglicher Gegenkandidat bekundet. Der Geschäftsmann hätte sich dafür aber bis Dienstag bewerben und die Unterstützung durch fünf Nationalverbände vorlegen müssen.

Das hatte der ehemalige Profi der Grasshopper Zürich, von Cagliari Calcio, Tottenham Hotspur, des FC Watford und US Creteil offenbar nicht getan. Ursprünglich hatte Vega den Mitgliedsverbänden mit seiner Kandidatur laut eigenen Aussagen den Zugang zu "demokratischen Vorgängen" eröffnen wollen.

Kritik an Infantino wächst

Infantino war in den vergangenen Monaten immer mehr in die Kritik geraten, holte sich dennoch bei zahlreichen FIFA-Mitgliedsverbänden Unterstützung. Der seit fast zwei Jahren amtierende Nachfolger des wegen Korruption gesperrten Sepp Blatter stößt vor allem in Europa mit einem mysteriösen Milliarden-Angebot für die Einführung einer weltweiten Nations League und die Aufblähung der Klub-WM auf Widerstand.

Warnungen und Forderungen vieler Mitgliedsverbände der UEFA, deren Generalsekretär Infantino vor seinem Wechsel an die FIFA-Spitze war, ignoriert der 48-Jährige hartnäckig.

Grindel hofft auf bessere Zusammenarbeit

Derweil dürfte bereits morgen DFB-Präsident Reinhard Grindel auf dem UEFA-Kongress in Rom als Europa-Gesandter im FIFA-Council bestätigt werden. Er hofft vor allem auf eine bessere Zusammenarbeit mit Infantino und der FIFA.

"Ich würde mich freuen, wenn wir in der Zusammenarbeit zwischen FIFA und UEFA zu einem konstruktiven Miteinander kommen. Das setzt natürlich auch voraus, dass mit Transparenz und mit Rücksicht auf die europäischen Interessen von Seiten der FIFA vorgegangen wird", sagte er in Rom

(bl/afp/dpa)