imago images / Jan Eifert

Gewitter ziehen von Westen nach Osten

6.6.2019 21:26 Uhr

Die letzten Tage waren im Westen von Gewittern geprägt, während im Osten Waldbrände wüteten. Jetzt zieht die Gewitterfront weiter - ob das beim Löschen hilft? Nach einer letzten Nacht mit Starkregen und Hagel im Westen hat es auch im Gebiet des Waldbrandes bei Jüterbog in Brandenburg geregnet.

Auch im Gebiet des Waldbrandes bei Jüterbog in Brandenburg regnete es. Zuvor hatte sich das Feuer auf rund 800 Hektar ausgebreitet. Der Landkreis Teltow-Fläming stufte es als Großschadenslage ein. Es ist der größte Waldbrand in Brandenburg seit Jahrzehnten. Kreisbrandmeister Tino Gausche sprach von einer "einmaligen Dimension" des Brandes auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.

Gleich mehrere Waldbrände in Brandenburg

Ob der Regen half, den Brand einzudämmen, konnte eine Sprecherin der Stadt Jüterbog auf Anfrage zunächst nicht einschätzen. Bei Hitze und Trockenheit waren in den vergangenen Tagen mehrere Waldbrände in Brandenburg ausgebrochen. In der Nacht hatte die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen einen Erfolg erzielt und einen bis zu 60 Hektar großen Waldbrand bei Hennickendorf gelöscht. Nach den Regenfällen wird sich laut DWD am Wochenende die Waldbrandgefahr wieder erhöhen.

Wetterberuhigung absehbar

Von Freitag an erwartete der DWD in Deutschland insgesamt eine gewisse Wetterberuhigung. Zwar seien einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen - "die Intensität ist aber deutlich geringer als zuletzt", hieß es. Insgesamt sei ein Mix aus Sonne und Wolken bei Höchstwerten zwischen 23 und 28 Grad zu erwarten.

Ausgesprochen windig könnte es am Samstag auch im Westen und Nordwesten Deutschlands werden. Die Meteorologen erwarteten dort steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde, an der Nordseeküste und im Bergland seien auch Sturmböen möglich. Die Temperaturen betragen voraussichtlich nur noch 18 bis 24 Grad.

Pfingstsonntag freundlich

Der Pfingstsonntag zeige sich dann wieder freundlich mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken und etwas wärmeren Temperaturen. Die Höchstwerte dürften zwischen 20 Grad in der Eifel und 28 Grad in der Lausitz liegen. Nur an der Nordsee bleibt es frischer - die Maximaltemperaturen liegen dort bei 17 bis 20 Grad.

Über die Westhälfte Deutschlands war in der Nacht erneut ein großer Gewitterkomplex gezogen, der für Starkregen mit bis zu 28 Litern pro Stunde und Quadratmeter sorgte. Auf seinem Weg von Frankreich über die Benelux-Staaten bis an die deutsche Nordseeküste entlud das Gewitter seine Energie in mehr als 177.000 Blitzen.

In Deutschland waren besonders Rheinland-Pfalz und Saarland betroffen. Im Raum Koblenz sorgte das Wetter für mehrere Einsätze von Feuerwehr und Polizei, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Nordrhein-Westfalen hingegen traf das Unwetter nicht so schlimm wie zunächst befürchtet.

In den Niederlanden hingegen hinterließen schwere Unwetter mit Sturmböen erhebliche Schäden. In Amsterdam seien fünf Menschen leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit.

(be/dpa)

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