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Gewinneinbruch dank Boeing-Flugverbots und teurem Kerosin

26.4.2019 23:36 Uhr

Die Gewinnpläne der Fluggesellschaft American Airlines sind eingebrochen: Zum einen liegt dies am Startverbot für die Boeings 737-Max-Jets und zum anderen an dem teurer gewordenen Kerosin. Das vorläufige Aus für Flüge mit dem Typ dürfte ihren Gewinn in diesem Jahr mit etwa 350 Millionen US-Dollar vor Steuern belasten, teilte die Fluglinie am Freitag im texanischen Fort Worth mit.

Hinzu kommen gestiegene Treibstoffpreise, die mit schätzungsweise 650 Millionen Dollar mehr zu Buche schlügen als zuletzt gedacht.

Für das laufende Jahr dürfte der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie daher nur noch 4 bis 6 Dollar erreichen, schätzte Airline-Chef Doug Parker. Zuvor hatte das Management noch 5,50 bis 7,50 Dollar in Aussicht gestellt.

AA hat 24 Maschinen vom Typ 737-Max

Im ersten Quartal hatte American Airlines noch einen Rekordumsatz erreicht. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zwei Prozent auf den Höchstwert von 10,6 Milliarden Dollar zu. Der Überschuss stieg um 16 Prozent auf 185 Millionen Dollar. Bereinigt um Sondereffekte ging er aber um ein Drittel zurück.

Noch schwerer wiegt das Flugverbot für die Boeing-Jets der 737-Max-Reihe. American Airlines hat 24 Maschinen des Typs in der Flotte und weitere 76 bestellt. Nach dem Absturz zweier Maschinen der Reihe bei Lion Air und Ethiopian Airlines mit insgesamt 346 Toten müssen alle Max-Jets seit Mitte März weltweit am Boden bleiben. American Airlines hat bis 19. August alle Flüge mit dem Typ aus dem Plan genommen. Dies entspricht den Angaben nach rund 115 Flügen pro Tag - oder zwei Prozent des Flugangebots im Sommer. Wann die 737-Max-Jets wieder abheben dürfen, ist bisher nicht absehbar.

(an/dpa)