epa/Justine Lane

Gewinneinbruch bei Exxon Mobil

31.1.2020 23:46 Uhr

Zum Jahresende musste der größte amerikanische Öl-Konzern Exxon Mobil weitere Abstriche machen. Im vierten Quartal fiel der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut fünf Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag im texanischen Irving mitteilte. Die Erlöse sanken um deutliche sieben Prozent auf 67,2 Milliarden Dollar. Die Ölproduktion lag kaum verändert bei 4,0 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag.

Gesunkene Gewinnspannen etwa im Raffinerie-Geschäft, zu dem die Herstellung von Benzin, Diesel und anderen aus Rohöl und Gas gewonnenen Produkten gehört, belasteten die Bilanz. Dass der Konzern trotzdem relativ viel Geld verdiente, lag an einem hohen Sondererlös durch Verkäufe von Geschäften in Norwegen. Mit 3,7 Milliarden Dollar entfiel der Großteil des Gewinns auf diesen Sonderposten. Im Vorquartal war der Überschuss um die Hälfte eingebrochen.

Schwieriges Jahr für Exxon

Der Konzern hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Bereits vor Monaten wies das Management darauf hin, dass höhere Fördermengen die niedrigen Öl- und Gaspreise nicht ausgleichen können. Am Markt wurden die Quartalszahlen verhalten aufgenommen, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst kaum, obwohl die Erwartungen etwas übertroffen wurden. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs um knapp 15 Prozent gesunken, obwohl die US-Börsen in diesem Zeitraum boomten.

(an/dpa)

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