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Gewinn um knapp 30 Prozent gesunken

28.3.2019 12:28 Uhr

148 Millionen Fahrgäste nutzten 2018 den Fernverkehr der Deutschen Bahn. Trotz gestiegener Fahrgastzahlen und Umsatz ist der Gewinn jedoch deutlich zurück gegangen: Im Vergleich zum Vorjahr ging er um 29,2 Prozent auf 542 Millionen Euro zurück.

Wie der Konzern am Donnerstag auf seiner Bilanzpressekonferenz mitteilte, stieg hingegen der Umsatz um 3,1 Prozent auf 44,02 Milliarden Euro.

Die Zahl der Reisenden im Fernverkehr stieg 2018 zum vierten Mal in Folge deutlich. Sie betrug rund 148 Millionen Fahrgäste - 5,7 Millionen oder vier Prozent mehr als 2017. Die Bahn rechnet damit, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt: "2019 werden wir im Fernverkehr erstmals über 150 Millionen Reisende begrüßen dürfen", erklärte Konzernchef Richard Lutz. Europaweit nutzten 2018 rund 2,6 Milliarden Passagiere die Züge der Deutschen Bahn, ein Plus von 17 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.

Fehlende Gleise und veraltete Infrastruktur

Die Nettofinanzschulden des bundeseigenen Konzerns erhöhten sich zu Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahresende um 926 Millionen Euro auf rund 19,5 Milliarden Euro. Neben den Schulden der Bahn sorgten zuletzt auch Verspätungen für Schlagzeilen. Lutz hatte zuletzt mehr Geld für den Konzern vom Staat angemahnt. Die Hauptprobleme sind demnach auch fehlende Gleise und eine veraltete Infrastruktur. Die Verhandlungen zwischen dem Konzern und dem Bund über Mittel für Reparaturen und Ausbauarbeiten laufen derzeit.

(sis/afp)