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Gewichtheben: London-Olympiasieger bei Nachtests auffällig

23.12.2018 14:22 Uhr

Die Olympischen Spiele von 2012 mögen weit zurückliegen, aber nicht, wenn man drauf und dran ist, seine Medaille aufgrund Dopings aberkannt zu bekommen.

Bei Nachtests zu den Olympischen Spielen in London 2012 sind erneut mehrere hochdekorierte Gewichtheber auffällig geworden. Dazu gehören nach Angaben des Weltverbandes IWF unter anderem der ukrainische Goldmedaillengewinner Alexej Torochtij (bis 105 kg) und der Bronzemedaillengewinner Walentin Christow (Aserbaidschan/bis 56 kg). Christow war bereits von 2013 bis 2015 wegen Dopings gesperrt.

Vorläufige Sperren

Alle überführten Athleten wurden von der IWF mit vorläufigen Sperren belegt. Ebenfalls zu den genannten Sportlern gehört Rio-Olympiasieger Ruslan Nurudinow (Usbekistan/bis 105kg). Er war in London Vierter geworden, ein Jahr später gewann er WM-Gold. Zudem wurden auch beim Weißrussen Mikalai Nowikau und der Armenierin Meline Dalusjan auffällige Werte festgestellt. Beide hatten in London keine Medaille geholt. Bei allen Sportlern wurden Anabolikarückstände nachgewiesen.

48 Sanktionen seit 2012

Über eine mögliche Aberkennung der Medaillen entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC). Anfang November hatte das IOC erneute Nachtests der Spiele in London angekündigt, bis zum 30. Oktober hatten nachträgliche Analysen zu 48 Sanktionen in Bezug zu den Sommerspiele 2012 geführt.

(be/afp)