afp

Gewaltsame Auseinandersetzungen bei "Gelbwesten"-Protesten

15.9.2019 0:41 Uhr

Am Samstag protestierten rund 1800 "Gelbwesten" im französischen Nantes. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen, bei denen mehrere Menschen verletzt und 35 festgenommen wurden.

Nantes war von den "Gelbwesten" als Hauptort der Proteste am Samstag ausgesucht worden, die Organisatoren hatten zu einer "nationalen Zusammenkunft" aufgerufen. Diesem Aufruf folgten sehr viel weniger Menschen als zum Höhepunkt der Proteste: Vor einem dreiviertel Jahr hatten hunderttausende Franzosen demonstriert. Im Protestzug in Nantes trugen auffällig wenig Teilnehmer die gelben Warnwesten, die der Bewegung ihren Namen gegeben haben. Aus dem Zug heraus wurden am Nachmittag plötzlich Steine geworfen, Geschäfte verwüstet, Mülleimer in Brand gesetzt. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, setzte ihrerseits Tränengas ein.

Zwei verletzte Demonstranten, fünf verletzte Polizisten

Ein AFP-Korrespondent sah zwei verletzte Demonstranten, die Polizei meldete fünf verletzte Beamte. Auch in anderen französischen Städten wurde am Samstag demonstriert, so in der Hauptstadt Paris, wo mehrere hundert Menschen zusammenkamen. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Rentenreformpläne der Regierung. Am Freitag hatten deshalb bereits Mitarbeiter des Pariser Nahverkehrs gestreikt. Die Regierung will die umstrittene Rentenreform bis zum kommenden Sommer vom Parlament besiegeln lassen.

(be/afp)

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