Symbolbild: imago images / McPHOTO

Getöteten Rentner zerteilt und in Kühltruhe versteckt

2.5.2019 15:39 Uhr

Das Mordurteil gegen einen 57-Jährigen, der einen Rentner in Berlin erschoss und die Leiche in einer Tiefkühltruhe versteckte, ist jetzt rechtskräftig. Die Revision des Angeklagten gegen die lebenslange Freiheitsstrafe sei als unbegründet verworfen worden, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag mit (Beschluss vom 16. April 2019 – 5 StR 558/18).

Das Landgericht in der Hauptstadt hatte den Trödelhändler vor rund einem Jahr verurteilt und auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Der BGH bejahte auch diesen Teil des Urteils, so dass eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren Haft nicht in Betracht kommt.

Das Verbrechen war erst rund zehn Jahre später entdeckt worden. Es hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nach dem grausigen Fund war auch die Frage aufgekommen, ob ältere Menschen gerade in Großstädten zunehmend vereinsamen.

Täter zerteilte den Leichnam

Der BGH teilte das Urteil des Berliner Gerichts, dass der Angeklagte kurz vor Silvester 2006 seinen früheren Nachbarn in dessen Wohnung in Prenzlauer Berg erschoss, um die Rente des Witwers von rund 2000 Euro monatlich zu kassieren. Der Täter zerteilte den Leichnam und verbarg ihn in einer extra angeschafften Tiefkühltruhe. Im Namen Opfers schickte der Mörder zudem Schreiben an das Finanzamt und die Hausverwaltung.

In dem Berliner Prozess hatte der Angeklagte bestritten, den 80-Jährigen umgebracht zu haben. Er ließ seinen Anwalt aber erklären, dass er seinen Bekannten zerteilt und versteckt habe, um mit der Rente seine Spielsucht zu finanzieren.

(gi/dpa)