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Gesundheitspolitiker Lauterbach: Teil-Lockdown zeigt durch Schulen weniger Wirkung

25.11.2020 10:48 Uhr

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach musste nun einräumen, dass der derzeitige Teil-Lockdown der Bundesregierung und der Bundesländer die Corona-Infektionszahlen längst nicht so stark senkt wie erwartet oder erhofft. "Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben", sagte Lauterbach am Mittwochmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Grund dafür seien neue Infektionsherde - zum Beispiel in Schulen. Hier hatten sich die Landesregierung mit der Bundesregierung hartnäckig gewehrt, alternative Unterrichtsformen zur Senkung des Infektionsrisikos zu implementieren. Ein Fehlschluss, welcher Deutschland nun wohl auf die Füße fällt.

Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. "Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein", sagte Lauterbach. Die Einigung der Ministerpräsidenten vor den Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch sieht flächendeckenden Wechselunterricht bislang nicht vor.

Die Vorschläge der Länderchefs zu Regeln über die Weihnachtsfeiertage begrüßte Lauterbach. Demnach sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bis zu zehn Personen erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. "Wir müssen auch einen Ansporn geben, dass sich jetzt alle zusammennehmen, um das möglich zu machen", sagte Lauterbach dazu. Lockerungen seien nicht selbstverständlich, sondern vom Infektionsgeschehen abhängig. Wichtig vor den Weihnachtstagen sei in jedem Fall, dass sich vor den Feiern alle nach Möglichkeit in eine Art Vorquarantäne begeben würden.

(ce/dpa)

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