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Gesundheitsministerium: Covid-19-Situation in türkischen Großstädten bessert sich

26.12.2020 16:50 Uhr

Die Covid-19-Situation in den Großstädten der Türkei habe sich verbessert und die Zahlen der Patienten und Menschen auf der Intensivstation seien rückläufig, meldet Fahrettin Koca. Das sei auf die Maßnahmen der Regierung zu verdanken sein, die zum Ziel hatten, die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu bringen.

Als Teil dieser Maßnahmen hat die Türkei in allen 81 Provinzen des Landes unter der Woche Ausgangssperren und vollständige Ausgangsverbote an Wochenenden eingeführt, während Restaurants und Cafés nur Liefer- und Mitnahmedienste anbieten dürfen. Der Rückgang der Anzahl aktiver Fälle sei erfreulich. Man werde auch die Anzahl neuer Fälle im Einklang mit Beschränkungen und Maßnahmen reduzieren, schrieb Gesundheitsminister Fahrettin Koca am 23. Dezember auf Twitter. "Die Anzahl der Patienten auf der Covid-19-Station ist im vergangenen Monat um bis zu 40 Prozent gesunken", sagte Zekayi Kutlubay, Chefarzt der Cerrahpasa Medical School in Istanbul und fügte hinzu, dass die Anzahl der Patienten auf Intensivstationen ist im gleichen Zeitraum ebenfalls um 50 Prozent gesunken sein soll.

Hohes Risikopotenzial zu Silvester befürchtet

Er stellte ebenfalls fest, dass die Zahl der Personen, die sich in der Covid-19-Ambulanz der Krankenhäuser vorstellen, um 40 bis 50 Prozent zurückgegangen sei. Zu Beginn der zweiten Welle des Ausbruchs waren die Krankenhäuser überfordert und die Intensivstationen erreichten zu diesem Zeitpunkt ihre Kapazitätsgrenzen, hieß es. In Großstädten habe sich die Situation jedoch erheblich verbessert, sagte Prof. Dr. Oktay Demirkiran von der Gesellschaft der Intensivmedizin (TYBD). "Wir haben keine Szenarien mehr, in denen Patienten im Rettungswagen auf Krankentragen warten. Unsere Einschätzungen deuten auf eine Verbesserung der Situation in den Großstädten des Landes hin", fügte er hinzu.

Demirkiran äußerte sich besorgt darüber, dass Menschen möglicherweise weniger umsichtig handeln, wenn sie hören, dass sich die Situation verbessert. "Das unmittelbare potenzielle Risiko sind die bevorstehenden Neujahrsfeiern. Wenn sich Menschen zu Neujahrsfesten in Gruppen versammeln, haben wir möglicherweise Ende Januar oder im Februar Probleme", erklärte er. Kutlubay betonte, dass die meisten Fälle, die sie untersuchen, auf die Übertragung von Covid-19 im Haushalt und die Übertragung am Arbeitsplatz hinweisen. "Die Menschen müssen Versammlungen in der Wohnung und Hausbesuche vermeiden", warnte er.

(ce)

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