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Gesundheitsminister Spahn warnt vor Reisen auf die Balearen

15.8.2020 22:48 Uhr, von Andreas Neubrand

Um eine zweite Corona-Welle zu verhindern, hat die Bundesregierung die Reisewarnung auf weitere Teile Spaniens ausgeweitet. Nicht jedem gefällt die Maßnahme. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht nun in die Offensive.

Gegenüber der Bild am Sonntag sagte er: "Das ist kein Reiseverbot, aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanienurlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat. Und wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich."

Verständnis für den Unmut der Bevölkerung

Jens Spahn kann den Unmut in der Bevölkerung verstehen. Doch das Risiko sei dabei einfach zu hoch. "Ich weiß, wie sehr die Deutschen Spanien als Urlaubsland lieben. Und ich weiß, was diese Entscheidung für viele Urlauber, für Reisebüros oder auch für Spanien bedeutet. Aber leider steigen die Infektionszahlen dort stark, zu stark", so der Gesundheitsminister.

Doch die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die regionalen Gesundheitsbehörden haben mehr als 1500 Corona-Fälle bei rund 1,15 Millionen Menschen auf der Insel gemeldet. Dabei wurde die Grenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten.

Todesstoß für den Tourismus auf Mallorca?

Von den Maßnahmen sind ungefähr 30.000 Balearen-Urlauber aus Deutschland betroffen. Allein 90 Prozent von ihnen haben Urlaub auf der Balearen-Insel Mallorca gemacht. Für die Urlaubsinsel ist dies ein Desaster. Für den Tourismus auf der Insel bewahrheiten sich damit die schlimmsten Befürchtungen. Nicht wenige fürchten den Todesstoß für den Tourismus auf der Insel.

Die einzigen Urlaubsmöglichkeiten in Spanien, die von der Reisewarnung ausgenommen wurde, sind die Kanaren.

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