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Gesundheitsminister Koca: Hochzeiten als Verbreitungsherde

8.7.2020 19:51 Uhr

Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca hat am Mittwochabend nach einer Sitzung des Corona-Wissenschaftsrats mit der Presse gesprochen. Dabei machte er nicht nur darauf aufmerksam, wie wichtig Schutzmasken sind, sondern es weiterhin unabdingbar sei, sich von größeren Menschenansammlungen so weit es geht fern zu halten.

covid19.saglik.gov.tr


"Die Maske ist die wichtigste Maßnahme weltweit. Die Länder, in denen die Neuinfektionen klettern, sind Länder, in denen die Maßnahmen entweder zu früh fallengelassen wurden oder die mit zu wenig Maßnahmen."

Mit dem Einhalten der Regeln verfolge man zwei Ziele: sich nicht anzustecken – und das Coronavirus nicht weiterzuverbreiten.

Hochzeiten als Spreader-Events

Aufgrund der Nachverfolgungstaktik von Infizierten habe das Gesundheitsministerium feststellen können, dass viele dieser Fälle auf Hochzeiten zurückzuführen seien. Um die Risiken zu minimieren, arbeite man eng mit anderen Ministerien zusammen, denn der Kampf gegen Covid-19 sei ein Kampf, den man nur gemeinsam kämpfen könne.

Aber weil sich viele Menschen nicht an die Regeln halten würden, habe man in der letzten Woche 18.000 Menschen in allen Provinzen mit Geldstrafen belegen müssen, so Fahrettin Koca.

Soldatenverabschiedungen verboten

Der Gesundheitsminister erklärte auch, dass in acht Provinzen Soldatenverabschiedungen verboten worden seien. Diese gerieten zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen, weil dort die Abstands- und Maskenregeln aufs Gröbste missachtet wurden. Aber auch Hochzeiten, Beerdigungen und andere Zusammenkünfte bergen ein großes Risiko in sich, erklärte der Gesundheitsminister.

Die Provinzen mit den meisten Fällen

Natürlich vermeldete der türkische Gesundheitsminister Koca auch die aktuellen Zahlen vom Mittwoch. Bei den Neuinfektionen gab es erneut einen leichten Rückgang, auf 1041 positive Fälle bei 49.302 Tests. 22 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19, womit die Todesopfer auf 5282 ansteigt. 2219 Menschen wurden in den letzten 24 Stunden geheilt entlassen. Damit haben 187.511 Patienten von 208.938 die Krankheit überstanden.

Die meisten Neuinfektionen gebe es momentan in Istanbul, Ankara, Gazantep, Konya, Diyarbakir und Sanliurfa – wobei aber Istanbul den Peak bereits hinter sich gelassen habe.

(be)

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