Hürriyet

Gesundheitsminister Koca: Diese Corona-Impfstoffe stehen in der Türkei zur Verfügung

17.12.2020 15:38 Uhr

Die Massenimpfungen gegen das Coronavirus haben in der Türkei zwar noch nicht begonnen, der Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca sagte aber in einem Interview mit der Tageszeitung "Hürriyet", dass bereits Gespräche mit verschiedenen Herstellern laufen, damit ausreichend Vakzin in der Türkei zur Verfügung steht. Zudem würde stets nach Alternativen gesucht, so Koca.

Der Minister erklärte noch einmal, dass insgesamt 50 Millionen Dosen vom chinesischen Hersteller Sinovac gekauft worden sind. "Der Impfstoff wird in den nächsten Tagen in die Türkei eintreffen. Die erste Lieferung umfasst drei Millionen Dosen", sagte der Minister. Zuvor hatte er bereits erklärt, dass die Türkei auch mit dem deutschen Pharma-Unternehmen Biontech in Kontakt stehe. Und falls sich der russische Corona-Impfstoff als sicher erweise, soll auch dieser eine Option sein. Zudem könnte das Vakzin des britischen Herstellers AstraZeneca ebenfalls in der Türkei verfügbar sein. "Soweit ich weiß, wurde kürzlich ein Vorvertrag unterzeichnet", sagte Professor Tevfik Özlü vom Wissenschaftsrat des Gesundheitsministeriums bei "CNN Türk".

"Diskriminierung steht außer Frage"

Koca ist fest davon überzeugt, dass Ende Dezember, spätestens in der ersten Januarwoche 2021, mit dem Impfprogramm begonnen wird. In dem Interview mit der "Hürriyet" wies er Behauptungen zurück, wonach der RNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer, der bereits in einigen Länder verabreicht wird und in Europa kurz vor der Zulassung steht, nur "Eliten" gespritzt wird und die restliche Bevölkerung den chinesischen Impfstoff erhält. "Eine solche Diskriminierung steht außer Frage. Die Menschen werden nach bestimmten Kriterien geimpft, wie Risiken, Alter und Gesundheitszustand, nicht nach ihrer Klasse", sagte er der Zeitung. Experten gehen davon aus, dass bis Ende Juni 2021 zwischen 60 und 65 Millionen Menschen in der Türkei geimpft werden könnten.

(mb)

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