epa/Sergei Chirikov

Gespräche über INF-Verträge und die Ukraine

4.7.2019 23:03 Uhr

Russland und die Nato sprechen am Freitag in Brüssel über das drohende Aus des INF-Vertrags zum Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Auch der Konflikt in der Ukraine werde Thema sein, hieß es am Donnerstag aus Nato-Kreisen.

Es ist das zweite Treffen des Nato-Russland-Rats in diesem Jahr.

Die USA hatten den einst mit Russland geschlossenen INF-Vertrag Anfang Februar mit Rückendeckung der Nato-Partner gekündigt und diesen Schritt damit begründet, dass Russland das Abkommen seit Jahren mit dem Mittelstreckensystem SSC-8 verletze.

Marschflugkörper mit 2000 km Reichweite

Das System sei in der Lage, Marschflugkörper abzufeuern, die sich mit Atomsprengköpfen bestücken ließen und mehr als 2000 Kilometer weit fliegen könnten. Russland gibt die maximale Reichweite der SSC-8 hingegen mit 480 Kilometer an.

Nach sechsmonatiger Kündigungsfrist läuft der Vertrag am 2. August endgültig aus. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister Ende Juni betont, Moskau habe noch immer die Möglichkeit, die Vorgaben des INF-Vertrags wieder zu erfüllen.

(an/dpa)

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