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Geschlossene Balkanroute: Bulgarien lobt die Türkei

25.3.2019 15:59 Uhr

Lob vom bulgarischen Ministerpräsidenten Bolko Borissow: Die Türkei sei ein wichtiger Partner im Bereich der Migration und der Terrorbekämpfung.

Drei Jahre nach der Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge aus Krisengebieten lobt Bulgarien die Rolle der Türkei bei der Bekämpfung der illegalen Migration. "Die (Flüchtlings-) Vereinbarung der EU mit der Türkei ist wichtig für alle europäischen Staaten", betonte der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow am Montag in Sofia bei einem Treffen mit dem türkischen Generalstaatsanwalt Mehmet Akarca.

Der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei vom März 2016 hat das Ziel, die Anzahl der Flüchtlinge und Migranten zu verringern, die über die Türkei illegal in die EU gelangen. Die Ergebnisse der Übereinkunft mit der Türkei seien nun sichtbar, sagte Borissow nach Informationen der Regierung in Sofia. "Der Migrationsdruck an der türkisch-bulgarischen Grenze ist gleich null." Die Türkei sei ein wichtiger Partner im Bereich der Migration und der Terrorbekämpfung.

Bulgarien hat eine 259 Kilometer lange EU-Außengrenze zur Türkei, die mit Drahtzäunen geschützt ist. Das südosteuropäische EU-Land lag zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise östlich und damit abseits der sogenannten Balkanroute für Migranten nach Mittel- und Westeuropa. Das ärmste EU-Land gilt als Transitland. Seine Flüchtlingszentren sind jetzt fast leer.

(be/dpa)