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Gescheitert - Mays Brexit Abkommen vom britischen Parlament deutlich abgelehnt

15.1.2019 20:49 Uhr

Es kommt nicht unerwartet, aber die Deutlichkeit der Abstimmung spricht für sich: 432 Abgeordnete stimmten gegen das Brexit-Abkommen, nur 202 dafür.

"Das Haus hat gesprochen und die Regierung wird zuhören", sagte May direkt nach ihrer Niederlage in London. Kurz zuvor hatte sie in einer Rede im Unterhaus noch einmal eindringlich für das Abkommen geworben.

"Es ist klar, dass das Haus dieses Abkommen nicht unterstützt, aber die Abstimmung von heute Abend sagt uns nichts darüber, was es denn unterstützt", monierte May. Dem Abkommen waren bereits vor der Abstimmung kaum Chancen eingeräumt worden. Für Spannung sorgte allerdings die Frage, wie deutlich die Niederlage für die Regierungschefin ausfallen würde.

Vor der entscheidenden Abstimmung hatte das britische Parlament einen Änderungsantrag zum Brexit-Vertrag mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Abgeordneten stimmten gegen den Antrag des Tory-Politikers John Baron. Dieser sah vor, dass London das Recht haben sollte, die im Vertragsentwurf festgeschriebene Auffanglösung für die Grenze zu Irland ohne Zustimmung der EU zu beenden. Drei weitere Änderungsanträge waren zuvor zurückgezogen worden.

Oppositionsführer Corbyn stellt Misstrauensantrag gegen May

Die Labour-Partei hat ein Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin Theresa May gestellt. Oppositionsführer Jeremy Corbyn brachte nach der Abstimmungsniederlage Mays am Dienstagabend beim Votum über das Brexit-Abkommen mit der EU im Unterhaus in London einen entsprechenden Antrag ein. Die Abgeordneten hatten zuvor mit überwältigender Mehrheit gegen den Austrittsvertrag Großbritanniens mit der EU gestimmt.

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(be/afp)