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Gericht verhängt neun Todesstrafen

3.7.2019 14:40 Uhr

Neun Männer sind in Bangladesch zum Tode verurteilt worden. Sie sollen an einem versuchten Mordanschlag auf die heutige Ministerpräsidentin und damalige Oppositionsführerin Sheikh Hasina beteiligt gewesen sein.

Weitere 25 Angeklagte bekamen für die Tat vom 23. September 1994 lebenslange Haftstrafen, zwölf andere müssen für zehn Jahre ins Gefängnis, wie Staatsanwalt Golam Hasnayen am Mittwoch mitteilte. Alle Verurteilten gehörten der heutigen Oppositionspartei BNP (Nationalistische Partei Bangladesch) an, sagte ein anderer Staatsanwalt, Ahad Babu.

Hasina überlebte unverletzt

Hasina hatte den Anschlag an einem Bahnhof in Pakshi, rund 150 Kilometer von der Hauptstadt Dhaka entfernt, unverletzt überlebt. Doch zahlreiche Mitglieder ihrer Partei Awami League wurden verletzt, als Schüsse fielen und Bomben explodierten. Sie hatte damals gegen mutmaßliche Korruption sowie Ineffizienz und Wahlbetrug unter der damaligen Ministerpräsidentin Khaleda Zia von der BNP protestiert.

Zia war 2018 wegen Korruption in zwei Verfahren zu insgesamt zwölf Jahren Haft verurteilt worden und sitzt im Gefängnis. Die Witwe des 1981 ermordeten früheren Präsidenten Ziaur Rahman und zweimalige Ministerpräsidentin gilt als Erzfeindin Hasinas. Ursprünglich hatte die Polizei 135 Menschen der Tat beschuldigt.

(an/dpa)

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