DHA

Gericht ordnet Freilassung inhaftierter Journalisten an

13.9.2019 16:06 Uhr

Das Oberste Berufungsgericht in der Türkei hat am 12. September die unverzügliche Freilassung von sechs ehemaligen Mitarbeitern der Zeitung Cumhuriyet angeordnet. Den Inhaftierten wurde eine ganze Palette an Straftaten vorgeworfen, die alle in die Richtung der Terrorunterstützung reichten. Die freigelassenen Journalisten der Zeitung Cumhuriyet sind Hakan Kara, Mustafa Kemal Güngör, Güray Öz, Önder Celik, Bülent Utku und der Karikaturist Musa Kart.

Alle Inhaftierten wurden zu Gefängnisstrafen unter fünf Jahren verurteilt. In der Türkei ist es quasi die Regel, dass Strafhaft in dieser Größenordnung auch zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Den inhaftierten Journalisten der Cumhuriyet wurde auf breiter Front die Unterstützung von Terrororganisationen vorgeworfen. Dazu gehörten die PKK, die ebenso in vielen weiteren Ländern der westlichen Welt als Terrorgruppe verboten ist, die verbotene linke Terrorgruppe DHKP-C und der Vorwurf, dass man Fethullah Gülen supportet habe.

Für die verurteilten Journalisten ging es seit ihrer Verurteilung vor mehr als zwei Jahren im Wechsel ins Gefängnis und wieder aus dem Gefängnis. Sie wurden im Februar von einem Gericht in Istanbul kurzzeitig freigelassen. Anschließend wurden sie erneut in das Kandira-Gefängnis in der Nähe von Istanbul zurückgebracht, um dort den Rest ihrer Haftstrafe zu verbüßen.

(Hürriyet.de)

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