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Gericht bestätigt Kükentöten noch als rechtmäßig

13.6.2019 10:39 Uhr

Eine große Niederlage für Tierschützer: solange nicht alternative Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerein eingeführt werden, darf das Kükenschreddern weitergehen.Das entschied das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag.

Bis zur Einführung von alternativen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei dürften Brutbetriebe männliche Küken weiter töten, urteilte das Gericht in Leipzig am Donnerstag. (BVerwG 3 C 28.16 und 3 C 29.16) Die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien seien zwar allein kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis aber noch rechtmäßig.

45 Millionen getötete Küken pro Jahr

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 per Erlass stoppen wollen. Zwei Brütereien aus NRW klagten dagegen. Jedes Jahr werden in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium rund 45 Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen getötet. Sie sind für die Zucht von Legehennen überflüssig und eignen sich auch nicht für die Mast.

(be/dpa)